Nach vier aufregenden Tagen nähert sich die JEM Südwestfalen ihrem Ende.

Auch vor der siebten Runde ist immer noch alles offen und die Teilnehmer müssen in der letzten Partie ihr gesamtes Können aufbieten, um einen der begehrten Qualifikationsplätze für die JEM NRW zu ergattern.

Mit 4,5 Punkten führen in der U16 Lukas Schneider und Jonathan Ertel zwei Morsbacher die Tabelle an. Einen halben Punkt dahinter liegt Valerian Giraud aber bereits auf der Lauer. Der Lüdenscheider muss in der letzten Runde gegen Lukas Schneider gewinnen, um am Stichkampf um die Qualifikation teilnehmen zu dürfen. Dem Tabellenzweite, Jonathan Ertel, genügt hingegen bereits ein Remis gegen Janik Arens für die sichere Qualifikation.

Theoretische Chancen hat auch noch Roland Yu, dem ein Sieg in der eigenen und eine Niederlage Jonathan Ertels einen Platz im Stichkampf sichert.

Bereits nach 40 Minuten Spielzeit löste Ajandhan Thanabalasingam mit einem Siege gegen Joshua Eckardt sein Ticket zur NRW-Jugendeinzelmeisterschaft. Mit seiner wagemutigen und aggressiven Spielweise lockte Ajandhan die Dame seines Gegners mittels eines Turmopfers ins Abseits und baute schnell ein undurchdringliches Mattnetz auf.

Andreas Flicke muss sich für die ersehnte Qualifikation gegen Michael Schwinge durchsetzen. Weit abgeschlagen nach einer Niederlage gegen Andreas Flicke und drei Remisen in Folge ist Mitfavorit Martin Riederer.  

Um etwa 18 Uhr findet dann in der Jugendherber Hagen die Siegerehrung der beiden Meisterschaften statt.

 

Die JEM ist in vollem Gange und das Schlafdefizit fordert erste Tribute.

In der morgendlichen Runde waren bei Valerian Giraud die Augenlider noch nicht vollständig geöffnet, was zu einem einzügigen Figureneinsteller führte. Ärgerlich und schade- ist dies doch schon die zweite Niederlage, die der Lüdenscheider einstecken musste. Durch einen Sieg in der fünften Runde am Nachmittag hält Valerian zwar den Anschluss zur Tabellenspitze, muss nun aber alle folgenden Partien gewinnen.

An der Spitze der U16-er Tabelle steht Jonathan Ertel, der nach drei Siegen heute zweimal remisierte. In seiner Partie gegen Roland Yu führte ein Quentchen Glück zum Unentschieden, da Roland in der Schlussstellung klar besser stand.

Einen halben Punkt hinter Jonathan lauern Lukas Schneider, Kai Oset und Roland Yu. Somit ist das Rennen um die begehrten Qualifikationsplätze noch völlig offen.

Besonders sehenswert war Sarah Piecks Partie gegen Janik Arens. Binnen zwei Zügen bot sich Sarahs Turm gleich zweimal als Opfer an, um so die Linie zu Janiks König für einen Mattangriff zu öffnen. Dieses Manöver führte auch zum Erfolg und bescherte der Morsbacherin den dritten Punkt im Gesamtturnier.


In der U18 führen nach fünf Runden Andreas Flicke, Joshua Eckardt und Ajandhan Thanabalasingam mit drei Punkten aus vier Partien (alle drei setzten im Rundenturnier bereits eine Runde aus) das Teilnehmerfeld an. Abgeschlagen ist durch zwei Remisen Martin Riederer.  Für den morgigen Dienstag steht unter anderem das direkte Duell zwischen Ajandhan und Joshua auf dem Spielplan.

Spannend zu ging es im Kellerduell zwischen Julian Häck und Michael Schwinge. Erst kurz vor Ende der Maximalspielzeit von vier Stunden stand Julian als Sieger fest.

Am Sonntagabend wurde zudem erneut das traditionelle Überraschungsschach angeboten. Hierbei wird im Blitzmodus gespielt, aber die laufenden Partien des Öfteren durch Aktionsansagen unterbrochen. So kann es vorkommen, dass Bretter gedreht, Uhren vertauscht, Gegner gewechselt oder Ergebnisse schlichtweg ausgewürfelt werden.

Wenige Partien wurden also durch schachliche Leistung gewonnen. Ab und an wurde eine Partie sogar gar nicht im Schach, sondern im Armdrücken oder im Vier-Gewinnt entschieden.

Janik Arens unterlag zwar im Armdrücken, gewann aber das Gesamtturnier vor Sarah Pieck und Björn Wunderwaldt.

 

In Hagen haben die Jugendeinzelmeisterschaften begonnen. Aktuelle Ergebnisse finden sich links im Ergebnisdienst unter den jeweiligen Turnieren. Achtung: die Tabellen berücksichtigen leider nicht die richtige Feinwertung (DWZ-Schnitt der Gegner) und auch nicht die aktuelle DWZ (sondern "nur" die aus der DSB-Datenbank, vor Ort wird dank Kai Lück mit aktuelleren Zahlen gearbeitet).

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